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Veröffentlicht 2026-09-30

Eine Brotdose für den Verkauf auswählen: Mikrowelle, Abdichtung und Dichtheitsprüfung

Eine Brotdose besteht aus mehreren Teilen aus unterschiedlichen Materialien. „Mikrowellengeeignet“ und „auslaufsicher“ sind Aussagen über die gesamte Baugruppe, nicht über den Kunststoff, aus dem das Unterteil besteht.

Brotdose, 1.000 ml — 23 × 16,5 × 6,2 cm
Brotdose, 1.000 ml — 23 × 16,5 × 6,2 cm

Eine Brotdose besteht aus vier Teilen, nicht aus einem

Wenn ein Einkäufer fragt, ob eine Brotdose mikrowellengeeignet ist, hängt die ehrliche Antwort davon ab, welches Teil gemeint ist.

  • Das Unterteil. In unserem Sortiment meist aus PP. Ob es in die Mikrowelle darf, hängt von der Sorte und der Wandgestaltung des jeweiligen Produkts ab; maßgeblich sind daher die Kennzeichnung und die Gebrauchsanweisung dieses Produkts.
  • Der Deckel. Oft aus einem anderen Material oder aus demselben Material, aber mit Clips, Scharnieren oder Ventilen, die sich beim Erhitzen anders verhalten.
  • Die Dichtung. Ein Silikonring oder eine Dichtung im Deckel. Sie hat eigene Temperaturgrenzen und ist das Teil, das bei unsachgemäßem Erhitzen am ehesten beschädigt wird.
  • Einsätze aus Edelstahl. Einige unserer Bento-Boxen haben eine Innenschale aus Edelstahl. Metall gehört nicht in die Mikrowelle; diese Produkte sind daher keine Mikrowellenprodukte, gleich woraus die äußere Dose besteht.

Warum wir nicht sagen: „PP ist mikrowellengeeignet“

Häufig wird eine einzige Materialregel auf jedes Produkt angewendet: Dieser Kunststoff ist sicher, jener nicht. Das ist nicht verlässlich. Zwei Dosen aus PP können sich in der Mikrowelle sehr unterschiedlich verhalten – je nach Rohstoffsorte, Wandstärke, Deckelkonstruktion und Dauer des Erhitzens.

Die Aussage gehört also zum fertigen Produkt, nicht zum Rohstoff. Für jedes Modell entscheiden die Kennzeichnung auf der Dose, die Gebrauchsanweisung und die zugrunde liegenden Prüfbedingungen. Wenn Sie auf Ihrer Verpackung eine Aussage zur Mikrowelle machen, fragen Sie das Werk, auf welcher Prüfung sie beruht und unter welchen Bedingungen, und halten Sie das schriftlich fest.

Zum allgemeinen Temperaturverhalten der einzelnen Kunststoffe siehe unsere Übersicht zu Temperatur und Spülmaschine – betrachten Sie sie aber als Hintergrundinformation, nicht als Grundlage für eine Etikettenaussage.

Zwei Arten von Undichtigkeit, zwei verschiedene Ursachen

Einkäufer sagen meist: „Sie läuft aus.“ Es gibt jedoch zwei verschiedene Fehler, und sie werden an unterschiedlichen Stellen behoben:

  • Auslaufen aus der Dose. Flüssigkeit tritt am Deckel vorbei aus. Das ist ein Dichtungsproblem: Sitz der Dichtung, Anpressdruck der Clips oder Passung zwischen Deckel und Unterteil.
  • Auslaufen zwischen den Fächern. Suppe oder Soße läuft von einem Fach ins nächste, während die Außenseite trocken bleibt. Das ist ein Problem der Trennwände: ob die Innenwände den Deckel überhaupt erreichen und an ihm anliegen.

Eine Dose kann die erste Prüfung bestehen und die zweite nicht. Wird das Produkt als „mit getrennten Fächern“ oder „ohne Vermischen“ verkauft, müssen beide geprüft werden.

Die Dichtheitsprüfung, die wir empfehlen

Diese Methode empfehlen wir Einkäufern für die Prüfung von Mustern und Produktion. Es handelt sich um unsere empfohlene Vorgehensweise, nicht um einen Branchenstandard; vereinbaren Sie vor der Produktion Ihre eigenen Annahmekriterien mit dem Lieferanten.

  • Waagerecht: bis zur normalen Füllhöhe mit Wasser füllen, den Deckel so schließen, wie es ein Nutzer tun würde, und die Dose stehen lassen. Rand und Clips auf austretende Flüssigkeit prüfen.
  • Kopfüber: die geschlossene Dose umdrehen und kopfüber halten – unsere allgemeine Dichtheitsprüfung sieht 30 Sekunden vor. Bestanden: keine Tropfen.
  • Schütteln: so schütteln, wie die Dose in einer Tasche getragen wird. Bestanden: keine Tropfen.
  • Zwischen den Fächern: ein Fach mit gefärbtem Wasser füllen, die anderen trocken lassen, schließen, umdrehen und schütteln. Bestanden: Die benachbarten Fächer bleiben trocken.

Halten Sie Füllhöhe, Haltezeit und Annahmeregel in Ihrem Prüfstandard fest, damit ein externer Prüfer denselben Test durchführt, den Sie am Muster durchgeführt haben.

Was Sie vor der Modellwahl fragen sollten

  • Welche Teile dieses Modells sind für die Mikrowelle gekennzeichnet, welche nicht?
  • Lässt sich die Deckeldichtung zur Reinigung herausnehmen, und gibt es Ersatz?
  • Wird das Produkt als auslaufsicher nach außen, zwischen den Fächern oder beides verkauft?
  • Enthält ein Teil Edelstahl?
  • Welche Prüfberichte zum Lebensmittelkontakt liegen für Ihren Markt vor?

Fünf Fragen, vor der Bestellung gestellt, beseitigen die meisten Reklamationen, die wir bei Brotdosen sehen.

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